Die Beleuchtung stellt für Videos eine wichtige Grundlage dar. Wer kein Lampen-Equipment besitzt, dem empfehlen wir draußen oder am Fenster zu filmen. Am besten wählt ihr einen bewölkten Tag oder einen Schattenplatz, da das Licht gestreut und so unschöner Schattenwurf vermieden werden kann. Besondere Stimmung erzeugt man in der Morgen- oder Abendsonne. Sie wirkt in Videos besonders weich und schön.

Indoorproduktion mit günstigen Hilfsitteln

Wer Indoor arbeiten möchte, der braucht Licht. Für den Anfang kann man durchaus auf günstige LEDs zurückgreifen. Entweder man richtet diese gegen weiße Wände, um ein indirektes Licht zu erzeugen oder man arbeitet mit Diffusorfolien oder Softboxen, um das Licht zu streuen.

Hier ein Videobeispiel, welches mit 3 LED Flächenleuchten produziert wurde.

Wer sich kein Lichtequipment kaufen möchte, der kann auch einfach das Fensterlicht verwenden, das an verhangenen Tagen sehr schön diffus wirkt und einen ähnlichen Effekt wie eine Softbox erzielt. Auch das vorhandene Zimmer- oder Bürolicht kann funktionieren, wenn es hell genug und flackerfrei ist. Dieses Video wurde z.B. lediglich mit den im Gebäude vorhandenen Leuchtstoffröhren produziert.

Personen oder Produkte professionell ausleuchten

Die-dreipunktbeleuchtung-1

Wenn ihr mit Moderatoren oder Models arbeiten wollt, solltet ihr euch Gedanken machen, wie ihr diese ausleuchten wollt. Ein Standardsetup ist die Dreipunktbeleuchtung. Hierbei benutzt man zwei Lichtquellen und einen Reflektor oder gleich drei Leuchten. Dabei wird das Objekt gut ausgeleuchtet, ist jedoch auch plastisch zu sehen. In einem etwa 45° Winkel zur Kamera wird das Hauptlicht aufgestellt. Dabei ist es leicht über der Kamera platziert, da die Sonne auch immer etwas von oben kommt und so ein natürlicher Bildlook entsteht. Es beleuchtet das Produkt etwas seitlich, sodass spannende Schatten entstehen. Damit die Schatten zwar zu sehen, jedoch nicht zu dunkel sind, kann man mit einem schwach eingestellten LED-Panel oder einem Reflektor die dunklen Bereiche aufhellen. So ist das Bild zwar schon sehr hell, jedoch fehlt es ihm etwas an Plastizität. In dieser Situation sollte man eine dritte Lichtquelle direkt hinter dem Produkt platzieren. Das betont die Ecken und Kanten des Objektes und hilft etwas dabei, das Footage dreidimensional wirken zu lassen. Der folgende Screenshot wurde mit der Dreipunktbeleuchtung interessant ausgeleuchtet.

Screenshot-SBlog
Foto: Henryk Boek - branchenblick.tv

Wer einmal die Dreipuktbeleuchtung verstanden hat und weiß, was man durch das Weglassen beziehungsweise Hinzufügen von Lichtern bewirken kann, der sollte sich trauen auch mal neue Sachen auszuprobieren. Warum nicht einfach mal das Hauptlicht und das Streiflicht vertauschen? Oder das Aufhelllicht weglassen? Das alles kann schöne individuelle Looks hervorrufen und das Interesse beim Kunden wecken.

Professionelles Lichtequipment

Wenn ihr auf Profiniveau arbeiten möchtet, werdet ihr schnell auf HMI Lampen von der Firma Arri stoßen, von denen es auch gute Nachbauten günstigerer Hersteller gibt. Sie stellt High-End Produkte her, die von vielen Profis in der Filmbranche geschätzt werden. Mit diesen Lampen kann man eine realistische Gegenlichtatmosphäre schaffen, mit Lensflairs & co, selbst wenn es draußen dunkel ist. Die L-Serie von Arri beinhaltet verschiedene Modelle wie zum Beispiel das LED-Licht L5-C für 2.300€ oder den L10-C den es für ca. 5.300€ zu kaufen gibt. Hier ein Videobeispiel, bei dem alle Innenaufnahmen mit HMI Lampen gedreht wurde. Von dem Hamburger Regenwetter merkt man nichts.